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History

alte fotos Als Richard von Raffay im Jahre 1894 in der Alten Rabenstraße 21 die gerade erfundene Benzinkutsche präsentierte und das erste Mal einen Automotor ankurbelte, war das eine Sensation in Hamburg. 10 Jahre später dann, am 17. Februar 1904, wurde die erste Raffay-Werkstatt für pferdelose Wagen in Betrieb genommen. Alle Teile mußten damals noch per Hand geschmiedet werden. Ein neuer Autokühler dauerte entsprechend bis zu 200 Stunden.

1912 eröffnete Raffay eine zweite Kundendienststelle, im damals schon als Nobelherberge bekannten Hotel Atlantic – mit einem zu der Zeit revolutionären Sicherheitsstandard: explosionssichere Benzintanks. Bis zum 1. Weltkrieg übernahm Raffay die Vertretung namhafter Automobilhersteller wie Mercedes, Clement-Bayard, Renault, De Dion-Bouton.

Schon zu der Zeit dachte man - auch aufgrund der schlechten Wirtschaftslage – darüber nach, wie und was man am Automobil sparen könnte. Aus diesen Überlegungen heraus erfand Richard von Raffay den Zervo-Benzinsparer, ein Einbaugerät, wie man es heute wieder findet, und das bis zu 30% Sprit sparte. Im Oktober 1926 wurde Gründersohn Leopold von Raffay Chef des Unternehmens. Im selben Jahr übernahm Raffay die Vertretung von Hanomag. Und ein Hanomag war es, mit dem Leopold von Raffay an der Alster mit ungeheuerlichen 71 km/h von einer Polizeistreife gestoppt wurde. Kein Grund zum Ärgern: Das Strafmandat wurde 4-fach vergrößert zu Werbezwecken ins Schaufenster gehängt, denn im Prospekt war der Hanomag mit einer Höchstgeschwindigkeit von nur 60 km/h angegeben ...

Als 1935 "Planten un Blomen" eröffnete, übernimmt Raffay die Audi-Vertretung und ist bereits vier Jahre später der größte Audi-Händler Deutschland. Der 2. Weltkrieg verschont auch Raffay nicht. Am Ende liegt alles in Schutt und Asche. Aber schon 1946 bemühte sich die Firma Raffay um Gespräche und Verhandlungen mit der britischen Besatzung. Mit Erfolg: 1947 trafen die ersten Volkswagen bei Raffay ein – allerdings nur bestimmt für Angehörige der Besatzungsmacht. Als sich das Nachkriegsleben allmählich normalisierte, erlebte der Autoverkauf seinen ersten Boom. 1949 erlebte der Porsche seine Raffay-Premiere. Das damals "beste und umstoßsichere Auto" präsentierte sein Konstrukteur Professor Porsche höchstpersönlich. 1950 wurde Raffay dann Generalvertreter für die Marke Porsche.

Im selben Jahr richtet Raffay einen Pannendienst ein und war damit eines der ersten Autohäuser überhaupt, die das Thema Service und Kundennähe praktizierten. Ein "fliegender Kundendienst­wagen" (natürlich war's ein Käfer) half fortan auf der Strecke Hamburg – Lübeck liegengebliebenen Automobilen wieder auf die Räder.